Die Vorteile von Algen in Meerwasseraquarien

Wenn Sie das Wort „Algen“ hören, denken Sie vielleicht an schleimbedeckte Felsen oder unansehnliche grüne Wucherungen. Dies sind zwar zwei Arten von Algen, aber nicht die einzigen. Es gibt tatsächlich eine Vielzahl von Algenarten, und viele von ihnen sind nützlich. Wenn Sie ein gesundes, blühendes Meerwasseraquarium kultivieren wollen, sollten Sie nicht nur etwas über die verschiedenen Arten von Meeresalgen lernen, sondern sich auch mit ihren Vorteilen vertraut machen.

Vorteile von Meeresalgen

Salzwasserriffe sind reich an einer Vielzahl von Lebensformen, und verschiedene Algenarten spielen eine große Rolle bei der Schaffung der Vielfalt dieser Ökosysteme. In Salzwasserbecken können Algen eine attraktive Bereicherung des Beckens sein und als alternative Nahrungsquelle für Fische und wirbellose Tiere dienen. Algen sind auch ein Mittel zur Nährstoffausfuhr von Nitrat, Nitrat und Phosphat im Meerwasserbecken. Ein weiterer Vorteil von Meeresalgen ist, dass sie in Meerwasserbecken zur Wasserfilterung eingesetzt werden können – Makroalgen werden in der Regel auf diese Weise verwendet.

Arten von Meeresalgen

Rotalgen = Diese Algenart bildet im Meerwasserbecken matten- oder buschartige Strukturen und ist im Allgemeinen rötlich oder rosa gefärbt. Die oft als Korallenalgen bezeichneten Rotalgen wachsen langsam und verursachen nur selten Probleme im Meerwasseraquarium. Diese Alge benötigt eine gute Wasserqualität, helles Licht und einen hohen Kalziumgehalt, um zu gedeihen.

Diatomeen = Kieselalgen sind eine der potenziell problematischen Arten von Salzwasseralgen. Diese Algen bilden typischerweise schleimige, goldbraune Beläge an Beckenwänden und Gegenständen und können das Wasser im Becken während einer „Algenblüte“ oder eines plötzlichen Algenwachstums auch trüb machen. Kieselalgen neigen dazu, bei schlechter Wasserqualität und geringer Beleuchtung zu gedeihen, so dass sie besonders häufig in neu eingerichteten und schlecht gewarteten Becken vorkommen.

Grünalgen = Diese Art von Algen kann entweder korallin oder nicht korallin sein und ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Salzwasserfischarten. Grünalgen haben viele der gleichen Anforderungen wie Rotalgen, aber sie wachsen schneller – in manchen Fällen sogar so schnell, dass sie das ganze Aquarium überwuchern.

Blaualgen = Blaualgen, auch Cyanobakterien genannt, neigen dazu, einen dichten Schleim auf der Oberfläche des Beckens zu bilden und können auch einen muffigen Geruch erzeugen. Da nur wenige Wassertiere Blaualgen fressen, sind sie schwer zu bekämpfen. Diese Art von Algen kommt häufig in schlecht gepflegten Becken mit schlechter Wasserqualität und unzureichender Wasserbewegung vor.

Makroalgen = Makroalgen sind eine Gruppe mehrzelliger Algen, die in Meerwasseraquarien eine ähnliche Funktion erfüllen wie lebende Pflanzen in Süßwasserbecken. Diese Algen nutzen Licht als Energiequelle, um Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln, und sie helfen auch, den Nitrat-, Nitrit- und Phosphatgehalt im Meerwasseraquarium zu kontrollieren. Zu den am häufigsten verwendeten Arten von Makroalgen gehören Halimeda, Caulerpa und Jungfernhaar.

Tipps zur Algenbekämpfung

Auch wenn Meeresalgen im Meerwasseraquarium sehr nützlich sein können, sollte man sie nicht außer Kontrolle geraten lassen. Wenn Sie den Algen in Ihrem Aquarium erlauben, ungehemmt zu wachsen, könnten sie bald die Oberhand gewinnen und die Wände und die Dekoration Ihres Aquariums so stark bedecken, dass sie beginnen, sich negativ auf Ihr Aquarium und Ihre Bewohner auszuwirken. Um dies zu verhindern, können Sie einige einfache Dinge tun. Erstens: Begrenzen Sie die Lichtmenge, die Ihr Aquarium erhält. Algen benötigen Licht, um biologische Prozesse ablaufen zu lassen. Wenn Sie die Beleuchtung Ihres Aquariums nicht länger als 10 oder 12 Stunden pro Tag einschalten, können Sie unerwünschtes Algenwachstum verhindern. Der zweite Schritt besteht darin, die Menge der für die Algen verfügbaren Nährstoffe zu begrenzen. Algen neigen dazu, in Becken mit hohen Nitrat- und Phosphatwerten schnell zu wachsen, daher ist die Kontrolle dieser Chemikalien der Schlüssel zur Bekämpfung unerwünschten Algenwachstums. Diese beiden Chemikalien sind in Aquarien mit schlechter Wasserqualität besonders hoch, daher sollten Sie regelmäßige Wasserwechsel durchführen, eine Überfütterung Ihrer Fische vermeiden und einen Eiweißabschäumer verwenden, um organische Stoffe zu entfernen, bevor sie abgebaut werden können.

Eine weitere Möglichkeit, Algen in Ihrem Meerwasseraquarium zu bekämpfen, ist die Einführung von Fischen und wirbellosen Tieren, die sich auf natürliche Weise von Algen ernähren. Turboschnecken gehören zu den besten Algenfressern für Meerwasseraquarien, weil sie im Aquarium am wenigsten Schaden anrichten können. Thunfische sind eine Fischart, die sich hervorragend zum Algenfressen eignet, aber sie neigen dazu, territorial zu werden, und müssen zusätzlich gefüttert werden. Andere Fischarten, die Sie in Betracht ziehen könnten, sind Zwergkaiserfische und Schleimfische. Neben den Turboschnecken sind auch andere wirbellose Tiere wie Einsiedlerkrebse, Seehasen und Seeigel nützlich, um übermäßiges Algenwachstum zu bekämpfen. Denken Sie daran, dass es nicht ratsam ist, Algen vollständig aus Ihrem Meerwasseraquarium zu entfernen – Sie wollen lediglich verhindern, dass sie außer Kontrolle geraten und Probleme mit der Wasserqualität in Ihrem Aquarium verursachen.

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